Alles auf Anfang

Fühlst auch Du Dein Leben gerade so, als ob Du noch einmal von vorne beginnen solltst? So, als ob alles auf Anfang gesetzt werden würde? Ähnlich wie bei Monopoly: „Gehen Sie nicht über Los, ziehen Sie keine 4000 Mark ein.“
Bis eben dachtest Du vielleicht, Du hättest schon einiges geschafft, aber jetzt merkst Du einmal mehr, dass Du mal wieder ganz am Anfang stehst.

Vielleicht hast Du Deinen Job verloren oder selbst gekündigt und merkst, dass das Selbstständig sein nach anderen Regeln funktioniert als das Arbeiten in einer Festanstellung.

Vielleicht ist ein Elternteil von Dir gestorben, oder beide, und Du fühlst, dass Du nun eine Waise bist, die ganz auf sich alleine gestellt ist. Natürlich warst Du auch vorher schon erwachsen und für Dich alleine verantwortlich. Aber sei ehrlich: War da nicht manchmal ein Gedanke, der Dir einflüsterte: „Solange meine Eltern noch leben, kann ich dies oder jenes noch nicht tun.“ Oder „… mache ich weiter wie bisher.“  Oder: „Das kann ich meinen Eltern nicht antun.“

Und jetzt fühlt es sich an, als hätte da jemand die Reset-Tatse gedrückt. Und Du spürst genau: Etwas ist anders geworden, und etwas Neues will oder muss nun durch Dich in die Welt kommen. Etwas, das vorher einfach nicht möglich war.

Vielleicht hast Du eine neue Ausbildung begonnen und Dein altes Weltbild kommt ins Wanken. Du beginnst zu ahnen, was Dich bisher daran gehindert hat, wirklich erfolgreich zu werden, einen Schritt weiter zu gehen.

Oder Du gehst schon seit Jahren einen ganz bestimmten Übungsweg, und plötzlich hast Du dabei eine Erkenntnis, die alles über den Haufen wirft, woran Du bisher festgehalten hast. Du betrittst eine neue Dimension. Und dort erfährst Du Dich zunächst wieder als blutiger Anfänger.

Alles auf Anfang, …..und genau da beginnt das Problem:

Was eigentlich war oder ist der Anfang?
 Gab es eine Art Urknall oder waren wir alle schon immer da?
Was ist Ewigkeit und was ist Zeit?
Gibt es einen Anfang vielleicht nur da, wo es Zeit gibt? Und Raum?

Unsere Welt ist stetig veränderbar

Diese und ähnliche Fragen haben sich bereits viele Gelehrte aus unterschiedlichen religiösen und wissenschaftlichen Disziplinen gestellt.

Die Physiker reden vom Urknall, während die Buddhisten von einem ewigen Nichts ausgehen, aus dem heraus die Erscheinungen der Welt durch Beziehung und Wechselwirkung entstehen und vergehen. Dem zufolge ist die Welt, wie wir sie wahrnehmen, nichts Festgefügtes, sondern stetig veränderbar. Und das wiederum, deckt sich mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft.

Wie sehr Du selbst an dieser Veränderbarkeit der Welt beteiligt bist, erkennst Du sofort, wenn Du Dir einmal vorstellst, mit Wut im Bauch über eine erlittene Grenzverletzung in eine bisher schwierige Situation zu gehen.

Und nun stelle Dir vor, Du gehst in der Haltung tiefen inneren Friedens in Dir in diese Situation. Oder Du hast eine neue Entscheidung getroffen und bist fest entschlossen, ab jetzt Deine wahre Größe zu leben und Deine Grenzen in Zukunft besser zu wahren und dafür einzutreten.

Du kannst Dir leicht selbst ausdenken, wie unterschiedlich die Geschichte jeweils ausgehen kann.

Alfa und Omega – Anfang und Ende.  Oder ewiges Sein?

Was also bedeutet Alfa und Omega? Ein Anfang und ein Ende? Oder der Anfang einer Symbolkette, von wo aus wir unsere Betrachtungen und Wahrnehmungen starten können?

Folgen wir dabei einer Kausalkette oder betrachten wir alles Erlebte eher holistisch und beginnen einmal, auf eine ganz neue Art und Weise die Welt zu erleben?

An dieser Stelle möchte ich von einem eigenen Anfang berichten. Nein, nicht der vom Tag meiner Geburt, auch nicht der meiner Zeugung. Sondern vom Anfang meiner eigenen Erfahrungen mit einer Welt, von der mir bisher weder die Physik noch die Religion des Christentums ein eigenes Erleben vermitteln konnte.

Alles begann mit einem Buch

Es begann an dem Tag, als wir meine Mutter nach einer schweren Erkrankung in eine Reha-Klinik gebracht hatten. Ich kam zurück in die elterliche Wohnung und ließ im Wohnzimmer meinen Blick über das Bücherregal schweifen. In welcher Absicht weiß ich selbst nicht mehr.
Plötzlich sah ich ein Buch, das weit aus dem Regal herausstand. Es schwebte sozusagen direkt vor dem Bücherregal in der Luft. Und obwohl das mit meinem damaligen physikalischen Weltbild gar nicht vereinbar war, erschien mir das in diesem Moment ganz natürlich. Ich wusste sofort, dass sich mir dieses Buch zeigen wollte.

Die Antwort der Engel

Also zog ich es aus dem Bücherregal. Es war „Die Antwort der Engel“ von Gitta Mallasz.
In den folgenden Wochen habe ich dieses Buch förmlich verschlungen. Mir war, als würde mir endlich jemand den Inhalt der Bibel erklären.
Gleichzeitig enthielt es Botschaften mit einer Bedeutung, die ganz eindeutig weit über das damals für vier Freunde gesprochene Wort, hinausgingen.
Die Botschaft darin wurde bereits im Krieg 1944/45 in Ungarn von einer Gruppe von drei Frauen und einem Mann empfangen. Die Stimmen der Engel in einer Zeit des Krieges zu vernehmen, hat in diesen vier Menschen eine ganz besondere Wirkung entfaltet.
Noch heute ist dieses Buch meine Zuflucht und meine Inspirationsquelle, wenn ich alleine nicht weiter weiß.

Realität ist der Umgang mit dem, was wirkt.

Mit diesem Buch begann also mein Zugang zur geistigen Welt, bzw. deren Zugang zu mir. Auch wenn ich meinen eigenen Zugang noch immer nicht selbstbestimmt herstellen kann, so findet die geistige Welt seither immer wieder Mittel und Wege, sich mir mitzuteilen. Und immer sicherer lerne ich, deren Sprache zu interpretieren.
Indem wir anerkennen, dass wir nicht nur körperliche Wesen sind, sondern geistige Wesen in einem Körper, der durchdrungen und ausgefüllt ist mit unserer Seele, verstehen wir unsere Gedanken- und Gefühlswelt nicht einfach mehr als eine chemische Reaktion auf äußere Reize, sondern als Wirkungen bestimmter Reize und Impulse, unabhängig davon, ob sie von innen oder von außen auf uns zugekommen sind. Und insbesondere erkennen wir dann, dass wir, und nur wir alleine, in der Lage sind, mit diesen Wirkungen so oder anders umzugehen und somit unsere Realität zu gestalten.

Hinter einfachen Wahrheiten steht eine komplexe Welt

Das klingt einfach, ist aber bisweilen ziemlich schwer. Hinter einfachen Wahrheiten steht die komplexe Welt aller Möglichkeiten, die wir bisweilen nur zu einem kleinen Teil zu nutzen wissen. Zu sehr halten wir uns an das, was wir von anderen gelernt haben und zu wenig an das, was wir selbst wahrnehmen, fühlen, und in der Tiefe unseres Herzens erkennen können.

Und dann finden wir uns plötzlich wieder auf Anfang. An einem Punkt, von dem wir glaubten, wir hätten ihn längst überwunden. Doch offensichtlich gilt es nun, die gelernte Lektion noch einmal praktisch unter Beweis zu stellen, in einer neuen Tiefe zu erfahren und selbst dabei eine noch tiefgreifendere Wandlung zu vollziehen.

Alles auf Anfang ist ein Geschenk

So betrachtet ist „Alles auf Anfang“ ist ein Geschenk. Es führt uns auf der Spirale des Lebens, solange, bis wir alle Lektionen vollständig begriffen haben.

Vielleicht wird Dir schon wieder an Chef vor die Nase gesetzt, der Dir die unerlösten Themen mit Deinem Vater spiegelt, oder Du ziehst eine Partnerin oder einen Partner an, mit der oder dem sich der selbe Film wie mit den vorigen Partnern abzuspielen droht.

Oder du findest Dich plötzlich wieder in einer Gesellschaft, in der Du begrenzt, manipuliert und ausgenützt wirst und merkst erst viel zu spät, dass Du mal wieder nicht achtsam warst und die zarten Signale, die sich in Dir regten, nicht erkannt oder nicht zum Anlass genommen hast, um Dich klar auszudrücken, neue Entscheidungen zu treffen und für Dich einzustehen.

Vielleicht aber gilt jetzt endlich, Dich dem dem Thema Geduld zu stellen und Dich von Deinen eigenwilligen Zielen und Absichten zu lösen. Nicht machen und entscheiden zu wollen, sondern, dem Prozess des organischen Wachsens wachbewusst und achtsam beizuwohnen, als Teil der Schöpfung, bereit Deinen Beitrag zu leisten, ohne etwas dabei verzwingen zu wollen. Leben geschieht. Immer. Selbst dann, wenn wir nicht aktiv eingreifen.

Mehr dazu kannst Du auch in meinem Blogartikel Die Anfangsschwierigkeit nachlesen.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben

In der Lutherbibel heißt es: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Johannes 14, Vers 6

Und damit ist nichts anderes gemeint, als dass jeder seinen ganz eigenen Weg im Dienst der Liebe und Rückverbindung zur Quelle zu gehen hat. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen dabei zu machen und jeder muss die Wahrheit auf seine ganz eigene Art und Weise erfahren und seine eigenen Erkenntnisse darin finden. Nur, wer seinen ganz eigenen Weg geht, hat am Ende das wahre Leben entdeckt und gelebt. Wir können Jesus nacheifern, aber niemals unsere Ziele nur durch reines Nachahmen seiner Reden erreichen.

Der Weg aus der Trennung zurück zur Einheit

Die ganze Welt will begriffen und mit all ihren schöpferischen Möglichkeiten in unser Bewusstsein geholt werden.
„Alles auf Anfang steht für den Buchstaben A“. Und A korrespondiert in der Numerologie symbolisch mit der Zahl 1.
In der Sprache der Engel (nach Doreen Virtue) steht die Eins für folgende Aufforderung:
„Wir sind alles Eins, daher sind wir alle durch unsere Gedanken miteinander verbunden. Achte auf Deine Gedanken und fokussiere Dich auf Deine Wünsche anstatt auf Deine Ängste.“
Auch hierin finden wir die Aufforderung, den Weg zu suchen, der uns aus der Trennung zurück zur Einheit führt, ohne freilich dabei unsere eigene Individualität einzubüßen. (Siehe auch den Blogartikel Der Gegensatz macht, dass ein jeder seine Einzigartigkeit behält.)

Unser Weltbild bestimmt unsere Erfahrungen und unsere Möglichkeiten

Unsere Erfahrungen und Möglichkeiten hängen stark von unserem Weltbild ab. So wage ich als Physikerin nicht, gegen die Theorie des Urknalls zu argumentieren. Als Mensch spüre ich aber deutlich, dass auch ein anderes Konzept die Komplexität und Zeitlosigkeit unseres Daseins beschreiben könnte.

Wenn Du also gerade mal wieder am Anfang stehst, so prüfe gut, welches Weltbild Deinem Leben ab jetzt zugrunde liegen soll.

Falls Du z. B. in Deiner Festanstellung Teamarbeit als „Toll, ein anderer macht´s“ erlebt hast, so bedeutet Teamarbeit in einer Selbständigkeit zuallerst Führungskraft des eigenen inneren Teams zu werden. Erst dann geht es darum, zu überlegen, mit wem eine fruchtbare Zusammenarbeit auch im Außen möglich und sinnvoll werden kann.

Falls Deine Eltern bereits verstorben sind, so macht es einen großen Unterschied in Deinem Leben aus, ob Du sie als geistige Wesen weiterhin präsent und unterstützend um Dich herum erlebst, vielleicht sogar Kontakt zu ihnen aufnehmen kannst, oder ob Du einem Weltbild folgst, indem das, was nicht mehr sichtbar ist, auch nicht existent für Dich ist. Und falls sie noch leben, auch.

Kann Unsichtbares eine Wirkung auf Dich haben? Und wie kannst Du das wahrnehmen, in Erfahrung bringen?

Spüren ist hierfür ein gutes Wort. Und üben. Immer wieder neu. Mit Anfängergeist und ohne Erwartungen.

Bist Du bereit, Dein Weltbild immer wieder neu zu gestalten? Oder liebst Du stattdessen starre Stukturen?

Du hast die Wahl. Wähle gut.

Schreibe mir gerne Deine Kommentare, Fragen, Anregungen. Einfach eine Mail an as@astridschellenberger.com.

Ich freue mich auf Dich.

Herzliche Grüße
Astrid