„Das macht etwas mit mir“, höre ich manchmal, wenn sich eine Frau im Spiegel in einem farbenfrohen Seelenkleid erkennt. Oder auch: „Ich fühle mich so erhaben“.

Was steckt dahinter, dass Kleider Leute machen, wie man so schön sagt? Nicht nur, weil diese dadurch scheinbar selbstbewusster werden, sondern offensichtlicher irgendwie auch heiler.

Heil sein ist ganz sein. Also werden die Menschen durch Kleider und Farben wirklich heiler oder mehr ganz?

Die Idee, dass Kleidung zur Heilung beitragen kann, ist eng mit dem Konzept der Farbtherapie, auch als Chromotherapie bekannt, verbunden. Die Farbtherapie geht davon aus, dass Farben einen Einfluss auf unsere Emotionen, Stimmungen und sogar auf unsere physische Gesundheit haben können. Hier sind einige Aspekte, wie Kleidung und ihre Farben zur Heilung beitragen können:

Farbpsychologie und mehr

Verschiedene Farben werden mit unterschiedlichen Emotionen und energetischen Eigenschaften in Verbindung gebracht. Zum Beispiel wird Blau oft als beruhigend und entspannend angesehen, während Rot mit Energie und Vitalität assoziiert wird. Durch das Tragen von Kleidung in bestimmten Farben könnte man also versuchen, eine gewünschte emotionale Wirkung zu erzielen.

Oder Ausgeglichenheit, wie hier bei dem Design „Die liebenden Gegensätze“.

Doch tieferes Wissen über die Wirkung von Farben geht weit über die übliche Farbpsychologie hinaus.

Die Farben, die Du wählst

Wusstest du, dass Farben nicht nur eine unterstützende, sondern auch eine heilende Wirkung haben? Wahrscheinlich ist Dir das schon lange bekannt. Oft wählen wir deshalb für unsere Kleidung ganz automatisch die Farben für uns aus, die uns in unserer Aura fehlen oder die wir unterstützen wollen. Damit wir uns an diesem Tag vollständig und sicher fühlen.


Jeder hat da so seine Vorlieben, auch wenn das im Detail an jedem neuen Tag und je nach Stimmung wechseln kann.  Doch meist ist es eine ganz spezielle, individuelle Zusammenstellung der Farben, die uns anspricht und unser Herz aufgehen lässt. „Das sind meine Farben“, sagst du dann.

Farben, die Dich nähren

Es gibt aber auch Phasen im Leben, in denen wir ganz besonders viel von einer Farbe „aufnehmen“ wollen. Als Jugendliche z.B. liebte ich Türkis und ganz besonders türkisfarbene Halstücher. Ich fühlte, dass ich meinen Hals einerseits schützen und gleichzeitig meine Kommunikationsfähigkeit anregen wollte. Die Zusammenhänge verstand ich damals natürlich noch nicht. Heute weiß ich, dass das Hals-Chakra, das ja tatsächlich für die Themen Ausdruck und Kommunikation steht, eine enge Verbindung mit dem Solarplexus-Chakra hat, dem Chakra also, das unsere Ich-Identität und Willensstärke repräsentiert, unser „ICH BIN“ sozusagen. Um kraftvoll kommunizieren zu können, braucht es also erst einmal Klarheit darüber, wer ich bin und was ich wirklich will.

Zu einer anderen Zeit in meinem Leben spürte ich eine große Sehnsucht nach Blau. Nach einem schönen, reinen Königsblau und allen damit verbundenen Schattierungen bis hin zu Ultramarinblau. Diese Sehnsucht war auffällig groß und schier unwiderstehlich.  Gleichzeitig traf ich andere Frauen, die Blau gar nicht ertragen konnten. Wie kann das sein? Woher kommt das?

Das Tiroler Zahlenrad

Das Tiroler Zahlenrad, wiedergegeben von Johanna Paungger-Poppe und aufgeschrieben von Thomas Poppe,  hat mir Hinweise darüber gegeben, womit das zusammenhängen könnte: Unser Geburtsdatum gibt nämlich nicht nur Auskunft über unseren Seelenweg, wie wir ihn durch die Numerologie erfassen können, sondern auch Hinweise darauf, welche Energien uns generell durchs Leben begleiten und mitbestimmen, was unsere Gaben und Talente ausmachen, aber auch, mit welchen Energiequalitäten wir nicht so selbstverständlich umgehen können. Die Zahlen werden dabei den 4 Himmelsrichtungen, aber auch bestimmten Farben zugeordnet. Fehlt uns zum Beispiel in einer bestimmten Himmelsrichtung eine Farbe (was heißt, wir haben im Geburtsdatum keine Zahl, die diese Himmelsrichtung repräsentiert), so tun wir uns schwer, uns mit den Themen, dieser Energiequalitäten auseinanderzusetzen oder wir haben Schwierigkeiten diejenigen Aufgaben, die damit zusammenhängen, zu erfüllen.

Dann ist es gut, sich darin Unterstützung zu holen. Entweder, durch einen anderen Menschen, der das besser kann, es für uns tut oder es uns lehrt, oder durch Kleidung, die uns mit dieser Energiequalität über ihre Farbe nährt. Natürlich reicht das oft nicht aus, um die fehlende Energiequalität zu ersetzen. Aber als Indikator ist es genial.  

Falls Du selbst mal die Zahlen Deines Geburtsdatums mit dem Tiroler Zahlenrad ergründen möchtest, achte darauf, Du keine Null vor einzelne Ziffern schreibst und auch nicht das Jahrtausend und das Jahrhundert berücksichtigst. Also statt zum Beispiel 01. 01. 1970 nur 1. 1. 70. Mehr Infos zum Tiroler Zahlenrad findest Du in den Büchern von Johanna Paungger-Poppe und Thomas Poppe.
Mehr zum Thema Seelenplan und Numerologie erfährst Du z.B. in meinem Blogartikel „Numerologie -Dein Seelenplan steht in Deinen Zahlen.

Auch Farben haben ihre Zeit

In meinem Zahlenrad ist zum Beispiel der Süden überrepräsentiert. Der Süden steht für Feuer und Leidenschaft und wird symbolisiert durch die Farbe Rot. Die Farbe Blau steht für den Norden, und damit verbunden die Themen Charisma, Weitblick und Entschlossenheit. Und als die Zeit kam, den Süden etwas zu bezähmen und mehr Weitblick und Entschlossenheit in mein Leben zu bringen, kam auch die Sehnsucht nach Blau zu mir. Offensichtlich will das Leben, meine Seele, oder was auch immer, dass ich diese Energiequalitäten zum Ausgleich bringe. Sehr spannend finde ich das.

Die Farben in Deiner Aura

Auch in der Aura lassen sich energetische Zustände und Befindlichkeiten ablesen. Das kann sehr hilfreich für therapeutische Sitzungen sein, sollte aber aus meiner Sicht nicht überbewertet werden, da die Farben der Aura auch von momentanen Stimmungen, von Gefühlen und Emotionen abhängig sind, die ja bekanntlich sehr flüchtige und wechselhafte Zustände sein können.

Wenn Du aber morgens vor dem Kleiderschrank stehst und es Dich zu einem Kleidungsstück mit einer ganz bestimmten Farbe hinzieht, so folge diesem Impuls. Er hat seinen Grund und seinen Sinn. Womöglich macht Dich diese Farbwahl für diesen Tag etwas heiler, fröhlicher oder selbstsicherer.

Kleidung für Komfort und Wohlbefinden:

Ein Lieblingsstück ist nicht immer nur von der Farbe abhängig. Bestimmt hast Du auch schon mal ein Kleidungsstück besessen, dass Du ewig getragen und am liebsten nicht mehr hergegeben hast. Vielleicht lag es auch am Stoff. Oder am Schnitt?

Die Wahl von weichen, bequemen Stoffen und gut sitzender Kleidung kann das physische wie das psychische Wohlbefinden durchaus fördern. Dies ist nicht nur besonders wichtig bei Menschen, die an bestimmten Erkrankungen leiden, bei denen Hautempfindlichkeit oder Unbehagen eine Rolle spielen. Auch alle feinfühligen, sensitiven Menschen fühlen sich in guten Stoffen und bequemer Kleidung wohl, denn sie spüren, welche Energie von ihr ausgeht.

Und selbst wenn Du Dich nicht unbedingt als hochsensibel bezeichnen würdest, so hast Du hast bestimmt auch schon mal unter einer schlecht sitzenden Hose oder Anzugsjacke gelitten oder Dich am Geruch von Fast Fashion-Kleidung gestört.

Deshalb liebe ich es immer mehr, meine Kleidungsstücke aus nachhaltig produzierten Stoffen zu entwickeln. Nicht nur der Schnitt und der Stoff an sich, sondern auch die Art der Herstellung ist ja als Energiequalität im Stoff gespeichert. Und wer einmal Kleidung aus Bio-Baumwolle oder guter Wolle getragen hat, will eigentlich nichts Anderes mehr.

Das Design in Kombination mit einem passgenauen Schnitt und nachhaltig produzierten Soffen ist es also, was Dein Kleid, Dein Shirt oder Deine Jacke zum Lieblingsstück macht.

Kleidung und Farben als Selbstausdruck und Identität:

Auch nachhaltig produzierte Kleidung muss nicht langweilig sein. Längst gibt es Firmen, die Umweltschutz und Individualität in Einklang bringen, indem sie eigene Designs auf nachhaltig produzierte Stoffe drucken. Die Möglichkeit, meine Kunst per Digitaldruck auf Bio-Baumwolle zu bringen, hat auch mein Leben nachhaltig verändert. Jetzt kann ich für mich und meine Kundinnen Kleidung herstellen, die die eigene Persönlichkeit und Identität reflektiert und individuelle Farbwünsche berücksichtigt. Und sich dazu noch kuschlig weich auf auf der Haut anfühlt.

Kleider, die die Farben der Seele repräsentieren, können sehr zu einem positiven Selbstbild beitragen. Denn die eigene, uns allen innewohnende Schönheit zu entdecken – jenseits der Schönheitsideale von Medien und der Modeindustrie – kann helfen, alte Glaubensmuster zu überwinden, tiefsitzende Verletzungen zu heilen und völlig neue Lebenserfahrungen zu machen.

Unser Selbstbild wird dabei gestärkt. Und ein positives Selbstbild ist sooo wichtig für die psychische Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden.

Insofern ist gute und passende Kleidung auch ein Ausdruck der Wertschätzung. Zum einen der Wertschätzung uns selbst gegenüber, aber auch der Wertschätzung des Anderen in der gemeinsamen Begegnung. Denn sieht er uns in unserer vollen Größe, fällt es auch unserem Gegenüber leichter, in seine eigene Größe zu gehen.

Farben als Symbol der Zugehörigkeit:

Erinnerst Du Dich noch an die spirituelle Bewegung vor allem der 70er und 80er Jahre? An Osho und die Bhagwan-Bewegung? Plötzlich tauchten immer mehr Menschen in orangefarbenen Kleidern auf. Und man wusste sofort: Das ist jemand aus der Bhagwan-Bewegung.

In einigen Kulturen und spirituellen Praktiken wird Kleidung mit symbolischer Bedeutung getragen. Dies kann eine spirituelle Verbindung herstellen oder eine tiefe persönliche Bedeutung haben, was sich positiv auf die geistige Gesundheit auswirken kann.

In Kampfkunstarten wie Aikido zum Beispiel, tragen alle Übende weiße Anzüge und ab einem bestimmten Übungsgrad eine schwarze Hose darüber. Den weißen Unteranzug nennt man Gi, die schwarze Hose Hakama. Der Gi vereinigt alle Kampfkünstler.

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob man Weiß und Schwarz als Farbe bezeichnen will. Eine eindeutige Zugehörigkeit, wird mit dieser Kleiderordnung durchaus zum Ausdruck gebracht.

Funktionale Aspekte:

Natürlich gilt es auch noch funktionale Aspekte von Kleidung und ihrem Potential zur Heilung zu beachten, die nichts mit Bequemlichkeit und direktem Wohlbefinden zu tun haben. Aber vielleicht mit Sicherheit, wie die einst das diskutierte Verbot von Kapuzenbändel an Kinderjacken oder mit Prävention wie beispielsweise Stützstrümpfe zur Vorbeugung von Thrombosen. Diesen Aspekt will ich hier jedoch nicht weiter zum Thema machen. Das würde uns zu weit vom Aspekt der Kunst und Heilung durch Farben entfernen.

Zum Abschluss

Zum Abschluss will ich lieber noch eine kleine Geschichte erzählen:

Da war diese Kundin, die sich schon immer einen Blazer in Grüntönen gewünscht hat. „Mach doch mal was in Tannengrün“ sagte sie zu mir. „Uiii, Tannengrün“, stöhnte es in mir auf. Das ist jetzt so gar nicht meine Farbe. Doch dann hörte ich innerlich meinen Marketing-Lehrer sagen: „Hört Euren Kunden genau zu und achtet auf ihre Wünsche.“

Also malte ich in Grün. Grün ist ja bekanntlich die Farbe der Mitte und der Heilung. Und mit der Zeit konnte ich die heilende Wirkung mit der Farbe Grün selbst erfahren und Grün als Farbe lieben lernen. Eine weitere Begrenzung in mir wurde gesprengt. Auch das ist Heilung. Für mich wie für meine Kundin, denn heute besitzt sie Ihr neues Lieblingsstück.

Das macht deutlich, wie wichtig es ist zu beachten, dass die Wirkung von Farben und Kleidung auf unser Wohlbefinden und auf die eigene Heilung stark vom eigenen Weltbild abhängt. Natürlich auch vom Selbstbild und dem, was wir als Fremdbild bezeichnen. Individuelle Vorlieben, Überzeugungen und persönliche Ziele und Bedürfnisse spielen dabei eine große Rolle. In meinem Blogartikel „Die Macht der Wahrnehmung gehe“ zeige ich auf, wie leicht wir uns durch die Filter unserer Wahrnehmung in die Irre führen lassen.

Nicht selten erlebe ich, dass Kundinnen an den schönsten Kleidungsstücken vorbeigehen, weil sie sich nicht vorstellen können, dass die für sie gemacht sind. Wenn ich sie dann freundlich einlade, doch auch mal dieses oder jenes Teil anzuprobieren, kommt nicht selten ein Wow-Effekt zustande.

Neues ausprobieren ist manchmal die beste Herangehensweise, um vorgefasste Meinungen zu überwinden. Denn erst das Auflösen eigener innerer Widerstände führt uns zu unserer wahren Farb- und Kleideridentität. Und vielleicht ist sie ja viel farb- und facettenreicher, als Du es bisher für möglich gehalten hast.

Die Beziehung zwischen Kleidung und Heilung ist also wahrlich komplex und wird meines Erachtens viel zu sehr unterschätzt. Schließlich geht es nicht nur um unsere eigene Heilung, sondern auch um die des gesamten Planeten, unserer geliebten Mutter Erde. Doch beginnen sollten wir immer bei uns selbst.

Farben verbinden

Wenn ich in meinen Seelenkleidern durch die Straßen gehe, vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht auf die fröhlichen Farben oder passenden Farbkombinationen meiner Kleiderwahl angesprochen werde. Oft werde ich schon von weitem angelächelt, ja manchmal fast bestaunt. Je nachdem, wie mutig ich an diesem Tag mit meiner Kleiderwahl war. Fast immer gibt es freundliche Kommentare und ein herzliches Erfreut sein über mein Erscheinen. Allein das hat schon heilende Wirkung auf mich und die Menschen, denen ich begegne.

Nie habe ich das Gefühl von unangenehmer Anmache. Es scheint, als ob mir das Gefühl, das mir meine Seelenkleidung vermittelt, zu einer Ausstrahlung verhilft, die nur Menschen in mein Leben bringt, die die hochschwingende Wirkung der kräftigen Farben zu schätzen wissen.

Falls Du selbst die Wirkung eines Seelenkleides erfahren möchtest, schreib mir gerne eine Mail an as@astridschellenberger.com.

Wenn Du weiter auf dem Laufenden bleiben willst, was es wieder Neues an Kunst und Seelenkleider gibt, dann trage Dich hier in den Newsletter ein: Magie der Einzigartigkeit – Die Farben der Seele.

Bleib lebendig und lasse die Farben Deiner Seele sprechen.

Dr. Astrid Schellenberger

Physikerin, Künstlerin, intuitive Mentorin

Als intuitive Mentorin sorge ich dafür, dass Du den Sinn hinter extremen Herausforderungen in Deinem Leben erkennen und Lösungswege finden kannst.  
Extreme Umbruchszeiten erfordern Mut, um Neues zu wagen, und eine gute Beziehung zu Dir selbst. 

Und genau darin will ich Dich unterstützen.

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