In der Mitte wird es leicht

Allerdings nicht sofort. Zunächst musst Du da hingelangen, mit Deinem ganzen Sein.

Dieser Artikel ist für Dich, wenn Du ein Sandwichkind bist, also eines oder mehrere ältere und jüngere Geschwister hast. Die Stellung des Kindes in der Familie prägt oftmals mehr als die Eltern selbst.

Dieser Artikel ist auch für Dich, wenn Du zur sogenannten Sandwichgeneration gehörst, also in der Mitte Deines Lebens bist und noch Eltern zu betreuen hast, die den Krieg miterlebt haben und gleichzeitig sind da noch Deine Kinder, die noch nicht ganz flügge und selbstverantwortlich sind.

Wenn Du Dich zu dieser Gruppe zugehörig fühlst, dann hast Du mit Sicherheit Themen im Gepäck, die es gilt aufzulösen und zwar über viele Generationen hinweg, um endlich den Weg frei zu machen, für eine befreite Zukunft – für Dich, wie für Deine Kinder.

Der Mensch als Brücke zwischen Himmel und Erde

In meinem Blog geht es mir aber auch um den Menschen an sich als Mitte zwischen Himmel und Erde, als Verbindungsglied und Brücke, verwurzelt in der Erde und hineinwachsend in den Himmel.

Und nicht zuletzt geht es mir um die körperliche Mitte des Menschen, die die Verbindung zu all unseren Extremitäten darstellt, die Herz und Bauch verbindet, die uns fühlen lässt, was wir fühlen und die somit die Verbindung und die Sprache unserer Seele darstellt.

Mit meinem Blog richte ich mich also an all diejenigen, die sich mit ihrer Mitte beschäftigen, ihren Platz im Kosmos suchen, sich dabei auch nach innen wenden und dort Erstaunliches zu Tage fördern.
Denn Liebe ist ein tiefes Begreifen, und dafür sind wir auf die Welt gekommen.

Ich bin die Mitte der Welt

Die erste erstaunliche Erkenntnis wird sein: Da, wo ich bin ist die Mitte der Welt. Hier ist der Ort des Friedens, des Lernens und des Integrierens, aber auch der Ort des Krieges und der Ablehnung. Hier ist meine Macht oder Ohnmacht. Von hier aus gestalte ich mein Leben. Manche nennen es auch „bewusstes Sein“ oder das“ Hier und Jetzt“.
Nur dort zu sein funktioniert heute für die meisten Menschen noch nicht. Aber diesen Zustand zu kennen, und den Weg dorthin immer wieder finden zu können, verändert deine ganz eigene Welt und verändert damit auch die ganze Welt.

Sobald Du Dich in deiner Mitte erkennst, erkennst Du die ganze Welt, kannst Dich entspannen und die ganze Welt umspannen. Dein höheres Selbst ist darin genauso mit eingeschlossen wie Dein tiefes Selbst mit allen hellen und dunklen Seiten. Hier ist alles Eins und will in all seinen Ausdrucksmöglichkeiten erfahren und angenommen sein.

Für Sandwichkinder bedeutet das oftmals zu erkennen, dass ihre unerfüllte Sehnsucht nach Zuwendung und gesehen werden aus einem Mangel in ihrer Kindheit entstanden ist. Selbst die beste Absicht der Eltern, ihre Kinder gerecht zu behandeln, kann dieses Problem nicht lösen. Die Stellung des Kindes in der Familie ist offenbar untrennbar mit einer Lern- und Lebens-Aufgabe verbunden. Für die Mittleren liegt diese Aufgabe darin, in ihre eigene Macht zu kommen, sich selbst zu spüren, sich zu zeigen und ihre balancierenden Fähigkeiten gepaart mit ihrer inneren Stärke als Friedensstifter in die Welt zu tragen.

Jetzt ist es Zeit, Du selbst zu sein

Der Weg dorthin ist oftmals steinig. Solange Du noch Wut darüber empfindest, nicht gesehen und in Deinem wahren Wesen nicht erkannt zu werden, wirst Du vermutlich oft unwirsch und aggressiv reagieren. Oder Dich schüchtern unterordnen. So lange, bis Du erkennst: Jetzt ist es Zeit, selbst für Dich zu sorgen, Dich selbst zu spüren, Dich selbst zu entscheiden und Dich selbst zu sehen und selbst Dein Bedürfnis nach gesehen werden zu stillen. Also sorge gut für Dich selbst, sorge selbst für das richtige Essen, für die richtigen Freunde, die richtigen Aktivitäten und dafür, dass Du in dem, was Dich ausmacht, gesehen wirst, und zwar zuallererst von Dir selbst.

Gehörst Du auch zu denjenigen Menschen, die Gefühle der anderen leichter spüren als ihre eigenen?
Gehörst Du auch zu den Menschen, die mit anderen Menschen leicht verschmelzen können, um einen Zustand von Harmonie herzustellen? Dann wird es Zeit, dass Du Dich auf die Suche nach Dir selbst machst. Sich selbst und andere spüren zu können, ist der Schlüssel, um deine Gaben zur Entfaltung zu bringen. Dabei geht es nicht um das Ziel. Es geht vor allem um den Weg dorthin.

Tief innen wird es hell und klar

Tief innen, wenn alles Blockierende und Hemmende im Außen sich plötzlich aufzulösen scheint, wird Dir plötzlich vieles klar. Plötzlich wird es leicht, Türen tun sich auf, Entscheidungen werden klar, und Du spürst, wie Du bereits dabei bist, weiterzugehen, ohne dass Dir der erste Schritt bewusst gewesen wäre. Wenn die Stockung plötzlich aufhört, wenn auf einmal alles leicht wird, dann bist Du auf dem richtigen Weg.

Im Nachhinein wirst Du bemerken, dass bereits lange vorher eine innere Freude da war, ein sich Freuen auf etwas, eine Kraft, die Dich führte und leitete, ohne dass Du auch nur die geringste Ahnung hattest, wohin sie Dich führen würde.

In dieser Zeit versucht der Kopf Dich auf Deiner Suche nach Dir selbst, durch alle möglichen Konstrukte und Pläne glauben zu machen, die Vergangenheit wäre wichtig und deren Gesetze seien irgendwie in die zukünftigen Pläne mit einzubeziehen.

Aber die Zukunft wird anders gemacht. In Wahrheit dient das Planen vor allem dazu, zu prüfen, wie sich die erdachten Ziele anfühlen. Fühlt es sich gut an, in der neu erdachten Zukunft zu sein, so will ich mehr von dem Gefühl und tue alles, um dorthin zu kommen. Fühlt es sich nicht gut an, werde ich Mühe haben, dieses Ziel zu erreichen und dabei glücklich zu sein.

Nicht Pläne bestimmen Deine Zukunft, sondern Deine Gefühle im Jetzt

Nicht die Pläne sind es, die unsere gesunde Richtung bestimmen, sondern das, was ich dabei fühle, was ich dabei empfinde soll Leitlinie und Kompass sein. Lasse ich meine Gefühle zu und mir den Weg weisen, so gehe ich den Weg des Herzens. Nicht jeder wird mich darin verstehen, aber jeder, der diesen Weg geht, versteht, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Die entscheidende Erkenntnis dabei ist: Die Freude, das Glück, die Zuversicht und der Mut waren bereits lange vorher da, bevor der eigentliche Weg sich auftut. Herzenswege kannst Du nicht im Voraus sehen, Du kannst sie nur gehen. Sehen oder fühlen kannst Du immer nur den nächsten Schritt.
Liebe, Freude, Sicherheit, Leichtigkeit und Eros … all das ist schon vorher da, bevor alles ins Rollen kommt. Plötzlich macht es „Klick!“, plötzlich passt alles zusammen, und die entscheidende Erkenntnis, die entscheidende Information, das letzte Puzzlesteinchen passt ins Bild oder ein wichtiger Mensch tritt in Dein Leben, und Dein Leben kommt wieder ins Fließen.

Bis die nächste Lernaufgabe ansteht. Dann geht das Suchen der nächsten Türe von Neuem los.

Du gehst immer Deinen eigenen, einzigartigen Weg

Dies ist Dein einzigartiger Weg. Niemand kann Dich dabei begleiten, niemand kann ihn für Dich beschreiten. Aber viele können Dich darin bestärken, können Dich inspirieren, oder Dich einfach auch aushalten, wenn Du mal ganz nahe und mal wieder ganz fern zu sein scheinst. Wer Dein Wesen kennt und liebt, wird alles aushalten.

Also schaue und höre genau hin und fühle, was es mit Dir macht. Integriere alles, aber glaube nicht jedem. Alles musst Du selbst in Erfahrung bringen, denn es gibt nur Deinen Weg, nur der macht Dich erfahren.

Gehe also los, öffne dein Herz und achte auf deine Gedanken und Gefühle. Auch unangenehme Gefühle dürfen sein, auch sie gehören zum Leben und wollen an die Oberfläche, gesehen und gehört werden. Jeder von uns trägt eine unerhörte Geschichte in sich, die sich in diesen Tagen immer mehr in unser Bewusstsein drängen will. Höre sie an, sie hat Dir vieles zu sagen, vor allem, über Dich selbst.

Achte auch besonders auf die Enttäuschungen: Sie zeigen Dir Deine bisherigen Täuschungen.
Alles, was Du fühlst, was Du empfindest, ist wertvolle Information und manches davon, will vor allem gewandelt werden in eine neue Sichtweise.

Die Zeit der Transformation ist auch eine Zeit der Suche nach dem Feld hinter dem Feld. Wenn sich die Schleier lüften, kommt unsere wahre Schönheit zum Erblühen. Die Dinge um uns herum kommen in Bewegung und erscheinen oftmals in einem ganz anderen Licht. Alles ordnet sich, klärt sich. Nicht ganz von alleine und nicht sofort bei jedem. Aber in der Gesamtheit für das Universum und für uns alle als Einheit.

In der Einheit ist jeder Mensch die Mitte des Universums und Brücke zwischen Himmel und Erde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.