Karfreitagsgedanken

Karfreitag im Jahr der Transformation: 2. 4. 2021.

Dass wir in einer Zeit der großen Transformation angekommen sind, ist glaube ich, niemandem mehr fremd.

Numerologisch betrachtet befinden wir uns in einem 5er-Jahr, das ebenfalls für Transformation steht.  (Die universelle Jahresenergie errechnet sich aus der Quersumme der Jahreszahl). Betrachten wir die universelle Monatsenergie für diesen April, so erhalten wir die Zahl 9. (Errechnet aus der Monatszahl plus der Quersumme des Jahres).

Loslassen und neu ausrichten

Die 9 steht für das Loslassen, Verlassen werden, für einen Abschluss, aber auch für den Übergang, die Erweiterung unseres Horizontes und der Aufgabe, uns selbst im Dienste des großen Ganzen zu leben.

Nehmen wir dann noch die universelle Tagessenergie hinzu, so erhalten wir die 11, das Tor, der Aufstieg, das Licht, das da hingeworfen wird, wo Schatten ist.

Die große Transformation

Gestorben ist Jesus am Kreuz, mittags um 3 Uhr. Er war ca. 30 Jahre alt (oder auch etwas älter, da sind sich die Gelehrten nicht einig). Die 3 steht für Erneuerung, für das Neue.

Allein die Zahlensymbolik deutet also schon auf eine große Transformation hin, die damit beginnt, das Alte Leben aufzugeben und alles loszulassen, um etwas Neues einzuleiten. Wenn wir alles loslassen, was nicht mehr zu uns gehört, dann sind wir reines Licht, die Liebe selbst. Jeder von uns.

Leichter gesagt, als getan

Natürlich ist das leichter gesagt, als getan. Das Loslassen des Alten ist für viele von uns derzeit eine große Herausforderung. Gerade jetzt, in dieser Zeit, wo auch im Außen um uns herum so vieles sich verändern wird.  Doch wenn wir erkennen, dass unser wahres Licht mehr und mehr in Erscheinung treten kann, je mehr wir bereit sind, alte Strukturen, die uns nicht mehr dienlich sind, gehen zu lassen, fällt es uns vielleicht leichter, diese Herausforderung unserer Zeit anzunehmen. Alles, was wir jetzt einreißen, können wir in neuem Licht wieder entstehen lassen.

Abschied ist auch Neubeginn

Insbesondere die Monatsenergie des Aprils bietet uns viele Möglichkeiten, einzutauchen in die neue Energie, die uns das Universum zur Verfügung stellt, um uns darin neu zu erfinden.

Die universelle Monatsenergie der 9 unterstützt uns dabei, zu zeigen, wer wir wirklich sind, und das in die Welt zu tragen, was seit langem unsere Sehnsucht war und ist.  Sie unterstützt uns dabei, uns selbst anzunehmen samt allen Gefühlen, die sich gerade in uns zeigen, samt allen Bedürfnissen und allem Unwissen über das, was uns die Zukunft bringen wird. Doch gerade in dem Unwissen liegt auch die Chance, unsere höchste Vision auf die Erde zu bringen. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Denn jetzt ist alles möglich. Doch dafür müssen wir das Alte gehen lassen.

Widerstände gehören zum Geschäft

Innere und äußere Widerstände gehören dabei zum Geschäft. Sie sind Teil der Erfahrungen eines jeden Lebensweges. Wir alle kennen das und sind aufgefordert, unseren ganz eigenen Umgang damit zu finden. Mit allerlei Vor-Wänden, Ein-Wänden, Vor-Würfen, Ent-Mutigung und am Ende mit Er-Neuerung. Es gibt viele Spielarten von Barrieren und der Herausforderung, sie zu überwinden. Oder sie einfach fallen zu lassen.

Und gerade damit tun wir uns so schwer. Doch jeder Widerstand erzeugt Schmerzen, die im Grunde nichts anderes sind, als der Versuch, von sich fern zu halten, was sowieso unumgänglich ist. Und je größer die Kraft ist, mit der wir an etwas festhalten, desto größer ist auch der Schmerz, den wir dabei empfinden.

Wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein

Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Komfortzone zu verlassen und sich auf ein neues Feld von Gefühlen und Erlebnissen einzulassen.  Und die bittere Erkenntnis liegt darin, zu begreifen, dass das Abenteuer Leben eben nicht nur aus einem Garten Eden besteht. Doch dafür aus einer gehörigen Portion Lebendigkeit.

Schon Goethe wusste: „Das Leben gehört den Lebendigen an. Und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“

Es gibt Größeres zu entdecken

Es gibt dabei noch etwas noch viel Größeres zu entdecken, als alle irdischen Erfolge, und das ist das Licht in uns selbst. Doch um das zu befreien, müssen wir hinauswachsen über all die Begrenzungen, die uns die irdische Welt vorgaukelt.

Weg und Widerstand: Das Kreuz

Das Symbol für Weg und Widerstand ist das Kreuz, und das nicht nur in der christlichen Tradition. Doch in der christlichen Lehre hat das Kreuz gerade heute am Karfreitag, seine ganz besondere Bedeutung.

Jesus ist seinen einzigartigen Weg gegangen, hat sein Kreuz auf sich genommen, ist daran gestorben und wieder auferstanden. Er hat alle Widerstände gegen sein Schicksal überwunden. Seine eigene größte Transformation war die vollständige Annahme dessen, was geschieht. Doch zuvor hat auch er gehadert mit seinem Schicksal, war verzweifelt hat und sich von Gott verlassen geglaubt. Am Ende wurde aber gerade diese Situation die größte Chance für die Transformation in seine bedingungslose Liebesfähigkeit.

Nicht, um uns von Sünden zu befreien …

Diesen Weg ist er nicht etwa gegangen, wie uns fälschlicherweise immer wieder gesagt wird, um uns von unseren Sünden zu befreien, sondern um uns vorauszugehen und uns ein Vorbild zu sein. Er hat uns gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir uns selbst transformieren.

Wer stirbt, kann vom Leben berichten

Viele folgen ihm heute bereits nach. Auch, wenn sie sich nicht bewusst als Christ bezeichnen. Sie erheben sich aus der Masse, folgen ihrem eigenen, ganz individuellen Plan und bringen damit etwas Neues in die Welt. Viele Ängste müssen sie überwinden und Altes sterben lassen. Und immer mehr sterben tatsächlich und kommen zurück, um uns davon zu berichten. Genau das ist es, was zu ihrem Plan gehört. Alles loszulassen, Neues zu erfahren um es der Welt weiterzugeben.

Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr

Und alle machen die Erfahrung: Von neuem Wissen zu erfahren und wahrhaftig neu leben sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, die erst einmal zusammengebracht werden müssen. Doch eines ist klar: Mit Lippenbekenntnissen sind wir früher vielleicht noch durchgekommen, doch in dieser Zeit der Wandlung, werden wir alle immer mehr auf unseren eigenen Weg gezwungen, um ihn mutig, klar und wahrhaftig zu gehen.

Wissen reicht nicht aus

Wissen alleine reicht dabei nicht aus, um etwas völlig Neues zum Leben zu erwecken. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel von Wünschen, Ideen, Absichten, Inspirationen und Gefühlen, die wir mehr kultivieren wollen. Liebe und Dankbarkeit sollten dabei ganz oben auf unserem Plan stehen. Und das Gespür vom richtigen Zeitpunkt.

Die Zukunft ist das Neue, das Unbekannte

Es ist daher eher ein sich Hineinentwickeln in eine Art von Gewahrsein dessen, was ich weiß, was ich ahne, was ich spüre und was mir noch gänzlich unbekannt ist. Es ist eine Bereitschaft, alles anzunehmen, was war und was ist, und alles zu empfangen, was sein wird.

Wie kann es noch besser werden?

Und damit ist es auch die Bereitschaft für die Erfahrung, dass alles anders kommen könnte, als ich es mir vorgestellt habe. „Wie kann es noch besser werden?“ ist eine Frage, die unser Wachstum dabei immer begleiten kann, und Humor eine Zutat, die dabei nicht fehlen sollte.

Lachen ist manchmal die beste Medizin

Menschen, die über sich, ihre Fehler und ihre Irrwege lachen können, haben zwar genauso ihre Talfahrten wie andere, doch blieben sie darin nicht stecken. Eher genießen sie die Abenteuer ihres Lebens mit all ihren Höhen und Tiefen, denn sie wissen, dass beides dazugehört.

Mit diesen Karfreitagsgedanken wünsche ich allen eine wundervolle, transformative Zeit und fröhliche, friedvolle Ostertage. Und ich hoffe, dass meine Worte ein bisschen Mut und Lust auf das Neue geben.

Und wie immer freue ich mich über jede Rückmeldung an as@astridschellenberger.com.