Transparenz & Transformation

 

Der rote Faden unseres menschlichen Lebens ist selten eine Gerade. Meist findest Du ihn auf vielen Ebenen, in unterschiedlichen Räumen und Zusammenhängen, in vielen Zeiten und Dimensionen. Du findest ihn im Schmerz und in der Freude.

Wer immer geradeausgeht, landet nicht selten in einer Sackgasse. Nahezu jedes Leben wird deshalb irgendwann geprägt von Umbrüchen, Abbrüchen, Neuanfängen. Solche Ereignisse sind Teil der menschlichen Entwicklung und notwendig für unseren Reifeprozess. Wir brauchen Ziele und Irrwege, denn das bringt uns unsere Erfahrung, das Gefühl von Scheitern und Erfolg haben, das Beklatschtwerden genauso wie das Fehler machen. Auf die richtge Mischung kommt es an. Und darauf, was wir in jeden Moment dabei erkennen und daraus formen.

Umbruchszeiten sind oft auch Durchbruchszeiten

Eine Krise ist oft mit einer Art Initiation verbunden: Etwas Neues will in unser Leben treten. Doch dafür müssen wir das Alte loslassen, Unser Ego mag das gar nicht. Es bekommt dann Angst und versucht, uns mit allen Mitteln zurückzuhalten.

Umbruchzeiten sind deshalb oft auch Durchbruchszeiten. Wir werden aufgefordert zu wachsen und uns vom Alten zu lösen: von den Mustern unseres Elternhauses, einer langjährigen Partnerschaft, einer Kollegenschaft, ….

Jetzt geht es darum, das ganz Eigene zu finden: Den eigenen Weg und die eigene Wahrheit.

Wir durchbrechen das Alte – was ist das Neue?

Manchmal scheint es zunächst rückwärts zu gehen. Doch ist dies nur die Phase, in der wir Anlauf nehmen, um vom Alten ins Neue zu durchzubrechen. Wir brechen auf zu einer Reise, auf der uns viele Abenteuer erwarten, wenn wir unseren Stamm verlassen, vielleicht sogar das Land und unsere Kultur.

Wir brechen auf in ein neues Gebiet, von dem wir vielleicht noch nicht einmal eine Landkarte haben, die Regeln nicht kennen und schon gar nicht die Menschen.

Manchmal kommt solch eine Veränderung plötzlich daher, manchmal schleichend und vorhersehbar. Immer fordert sie uns auf, in Bewegung zu kommen – innen wie außen. Eine Wandlung steht an. Eine alte Form will verlassen und in eine neue überführt werden. Das ist die Transformation, die uns bevorsteht.

Transformation ist Horizonterweiterung

Transformation bedeutet weiter zu sehen als bisher, neu zu sehen, neu zu fühlen und neu zu handeln. Das bedeutet, die Komfortzone zu verlassen, um zu wachsen und zu reifen.

Immer geht es dabei darum, das eigene Bewusstsein zu erweitern und damit auch unseren Horizont. Je höher wir steigen, desto weiter können wir sehen.

Aus „Entweder – oder“ wird „sowohl als auch“

Wichtig ist dabei, immer wieder die Erde zu spüren. Nicht zu flüchten, sondern im Körper zu bleiben und auszuhalten, was es da alles zu fühlen gibt. Im Fühlen liegt so viel Botschaft für uns.

Alles, was auf der Erde ist, war, und sein wird, verschwindet nicht, nur weil wir mit dem Kopf immer mehr gen Himmel wachsen. Wir können bestenfalls die energetische Wirkung verändern. Dann ist kein „entweder – oder“ mehr notwendig, sondern ein „sowohl als auch“ möglich.

Irdische und himmlische Welt bedingen einander

Ja, wir dürfen anders werden, auch dann, wenn es unserer Umgebung Angst macht. Das irdisch Logische ist noch immer genauso wichtig wie das magisch Himmlische jetzt möglich wird.

Beide Welten bedingen sich gegenseitig. Jetzt begegnen sie sich.

Das geschieht in jedem Einzelnen von uns. Jedoch nicht in allen gleichzeitig. Manchen Menschen macht das deshalb Angst. Was bisher einfach war, scheint nun kompliziert und unübersichtlich zu werden. Es scheinen andere Regeln zu herrschen – auf der einen Seite – und die alten verschärfen sich – auf der anderen Seite. Dabei kennen wir nur noch nicht die Sprache der Zeichen und Symbolik, die allem zugrunde liegt. Dem Neuen wie dem Alten.

 

Übergangszeiten sind Chaoszeiten

Übergangszeiten sind herausfordernd. Bisweilen sind sie unübersichtlich, kompliziert, manchmal äußerst schmerzhaft. Das ist normal.

Und doch ist das Neue bereits da, obwohl wir es noch nicht sehen können. Es scheint durch, gibt Hoffnung und hinterlässt uns Zeichen. Die Zeichen machen transparent, was das Auge alleine nicht sehen kann. Wegweiser gibt es überall. Wir müssen nur lernen, sie zu sehen.

Von solchen Prozessen zeugen auch meine Bilder. Vom 13. Juni – 31. Juli 2019 sind sie in Meersburg im Augustinum zu sehen.

Das Neue scheint durch das Alte durch

Nicht selten nehmen Bilder des Gespürten das Unvermeidliche vorweg, bevor es sich in der Realität so oder ähnlich manifestiert. Das Durchscheinen des Neuen in der Transparenz der Gegenwart kündigt das Zukünftige an und leitet die Transformation ein.

Manchmal ist dies ein von innen geleiteter Prozess. Meist wird er (zusätzlich) gespeist durch die Schubkraft äußerer Ereignisse.

Wandlung ist gehen und getragen werden

So ist Wandlung ein Gehen und Getragen werden gleichermaßen. Achte auf die Zeichen.

Ohne, dass wir es bemerken, baut sich das Neue auf und löst das Alte ab, dann, wenn der Zeitpunkt passend erscheint. Viele Prozesse laufen dabei gleichzeitig ab und beeinflussen sich gegenseitig. In dieser Phase ist wohl die Wandlung spürbar, nicht aber das Ergebnis sichtbar.

Kunst ist da ein wunderbares Mittel, um sichtbar zu machen, was bestenfalls spürbar ist, aber von niemandem wirklich in Worte gefasst werden kann.

Wir alle sind Teil der großen Transformation

Wir alle sind derzeit Teil einer großen Transformation. Viele Menschen befinden sich bewusst oder unbewusst in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Die Zeichen zu erkennen und richtig zu deuten kann da sehr wertvoll sein.
Man kann von dem, was noch nicht existiert, nicht einfach so sprechen, doch lässt sich ein Ahnen in symbolischer Sprache durch Farben und Formen zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise kann der Prozess des Werdens begleitet und dokumentiert werden und dazu beitragen, dem Unvorhersehbaren doch nicht ganz unvorbereitet entgegenzutreten.

Achte auf die Zeichen

Wenn sich die Seele zu Wort meldet, dann schickt sie uns vielleicht eine Sehnsucht, oder eine Synchronisation, ein aufgeregtes Gefühl oder eine tiefe Trauer.

Auch eine Krankheit oder Schmerzen können eine klare Botschaft darstellen, deren Sinn und Zweck von uns entschlüsselt werden will.

Um ihre Botschaft zu verstehen, müssen wir unserer Seele Fragen stellen. Das können wir tun, indem wir eine Intention aussenden und auf die Zeichen achten.

Der Körper als Sensor

Unseren Körper können wir als Sensor einsetzen. Sende zum Beispiel ein „Ja“ in Deinen Kopf und beobachte, wie sich das anfühlt. Dann sende ein „Nein“ in Deinen Kopf und beobachte, wie sich das anfühlt. Bestimmt kannst Du einen klaren Unterschied erkennen. Dieses Körpergefühl kannst Du dann nutzen, um für bestimmte Fragen und Situationen eine „Ja“-Reaktion oder eine „Nein“-Reaktion zu bekommen. So findest Du immer besser Deinen ganz eigenen, inneren Weg.

Es geht um das Erkennen der Wahrheit

Im Grunde geht es um das Erkennen der eigenen Wahrheit. Um das also, was sich für Dich in diesem Moment als wahr anfühlt. Es geht darum, die Schleier zu lüften und den eigenen inneren Kompass zu entwickeln.

Es ist durchaus wichtig, auch andere zu hören und Informationen zu sammeln. Wir können uns ruhig von anderen inspirieren lassen. So tun sich viele neue Wege und Möglichkeiten auf.

Freiheit bedeutet Verantwortung

Doch wer die Wahl hat, hat oftmals auch die Qual. Für welche Möglichkeit will ich mich entscheiden? Wo soll mein Fuß den nächsten Schritt hinsetzen und was will meine Hand als nächstes ergreifen?
Je mehr Grenzen sich in und um uns herum auflösen, desto freier und bewusster werden wir. Doch manch eine Freiheit bringt für den einen oder anderen auch eine Überforderung mit sich. Neue Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo wir bisher in vorgegebenen Bahnen gelaufen sind.

Mehr Freiheit ist immer auch mit mehr Verantwortung verbunden. Das erfordert Wachheit und das Treffen klarer Entscheidungen. Unsere Intuition hilft uns dabei.

Jeder einzigartige Weg ist der eines Helden

Und die Antwort zeigt uns klar, ob eine Korrektur auf unserem Weg erforderlich ist oder nicht. So bleiben wir frei von Illusionen, auch dann, wenn unser Weg ein außergewöhnlicher ist.

Jeder einzigartige Weg ist der eines Helden. Und die Heldenreise führt bisweilen durch steiniges und einsames Gebiet.
Geliebtes wie Ungeliebtes muss bisweilen zurückgelassen werden. Auch geliebte Menschen können dazugehören. Nur sich selbst darf der Held niemals zurücklassen. Und genau das ist es, was dieser Prozess uns lehren will.

Eine Reise zu mir selbst

Durch das Lassen von allem, was nicht wirklich zu mir gehört, finde ich am Ende mich selbst.
Und dann ist es Zeit, anderen von all den Erkenntnissen zu berichten, die ich auf meinem Wege gewonnen habe.

In diesem Sinne lade ich Dich herzlich ein zur Vernissage in Meersburg am 13. 6. 2019, 19.00 Uhr.

Wie immer freue ich mich auch diesmal über Deine Sichtweise zu diesem Thema und dem anstehenden Wandlungsprozess in uns allen. Schreib mir gerne Deine Meinung oder auch, wenn Du Dir Begleitung auf Deiner eigenen Reise zur Dir selbst wünscht. Einfach eine Mail an as@astridschellenberger.com.

Herzliche Grüße
Astrid.